Hier entsteht die Zukunft Anger-Crottendorfs - mehr Parkplätze!

Seit Montag, 11. Mai 2020 werden in der Gregor-Fuchs-Straße neue Parkplätze gebaut. Dafür verschwindet ein alter Radweg. Warum der Bürgerverein dies als verstörendes Signal der Stadtverwaltung empfindet, können wir euch erklären.

Durch die aktuellen Baumaßnahmen wird demnächst ein beidseitiges Beparken der Fahrbahnränder (einer Fahrspur) in der Gregor-Fuchs-Straße zwischen der Friedrich-Dittes-Straße und Sellerhäuser Straße möglich sein. Hier sehen wir einen Konflikt in Hinsicht auf die angedachte Buslinie für unser Viertel. 

Ulrike Gebhardt, Vorsitzende des Bürgervereins Anger-Crottendorf e.V. sagt dazu: „Da trommeln und wirbeln Menschen, um das Quartier lebenswert zu gestalten, organisieren Veranstaltungen rund um den Verkehr im Umweltverbund und fordern eine bessere Erschließung durch den ÖPNV, stehen regelmäßig mit Ämtern in Kontakt und dann das. Mehr Parkplätze heißt aber eben auch mehr Autos. Ein Ausweg aus der derzeitigen mangelhaften Parkplatzsituation ist ein Neubau und die Bereitstellung von noch mehr Parkplätzen keinesfalls. Das beste Beispiel dafür ist der provisorische Parkplatz vor der ehemaligen Feuerwache Ost. Dieser wurde vor vier Jahren angelegt und reicht inzwischen nicht mehr aus. Aus einem Provisorium wurde ein Dauerzustand. Neue Konzepte müssen her.“

Ulrike Gebhardt über die Verkehrswende im Quartier und Bürgerbeteiligung: „Um jeden Fahrradbügel muss hier gekämpft werden. Gehwegnasen werden reihenweise im Westen der Stadt gebaut - in Anger-Crottendorf ist dafür kein Geld da und die Menschen werden für sichere Verkehrswege auf den Sankt-Nimmelereins-Tag vertröstet. Ich finden es außerordentlich bedauerlich, dass diese Umbaumaßnahmen nachweislich vorbei an allen Gremien des Stadtteils (Bürgerverein, Stadtbezirksbeirat) vorgenommen werden. Nichts anderes als ein "weiter-so-wie bisher“ bedeutet dieses Tun der Stadtverwaltung“.

Der Bürgerverein wird demnächst verstärkt die Zusammenarbeit mit politischen Partnern suchen. Ulrike Gebhardt: „Ich werde darauf drängen, dass die Verantwortlichen in eine der kommenden Sitzungen des Stadtbezirksbeirates Ost bestellt werden. Dort sollen sie allen Stadtbezirksbeiräten und letztlich auch der Öffentlichkeit erklären, wie es zu dieser rückwärtsgewandten Maßnahme kommen konnte und wie sich die Stadtverwaltung die Verkehrssituation in Zukunft im Viertel vorstellt."

In der Zwischenzeit wird der Bürgerverein sich weiterhin für einen lebenswerten Stadtteil und ein solidarisches Miteinander einsetzen.