Anger-Crottendorfer Zahlensalat

  • Veröffentlicht: Dienstag, 12. Januar 2021 16:06

Im September hat das Amt für Statistik und Wahlen den neuen Quartalsbericht veröffentlicht. Die erste statistische Auswertung für das Jahr 2020 erschien also erst im Herbst – ungewöhnlich.
Da spielt die Pandemie sicher auch eine Rolle, ausschlaggebend waren aber die Wahlen (Europa, Stadtrat, Ortschaftsrat, Landtag, OBM) der letzten eineinhalb Jahre, welche Kräfte im Amt banden und eine statistische Betrachtung zu den Veränderungen in der Stadt verzögerten.

Nun ist der Statistische Quartalsbericht I/ 2020 da. Das ist ein guter Anlass, um ganz generell mal auf ein paar Zahlen zur Entwicklung im Stadtteil der vergangenen Jahre zu schauen. Was ist passiert zwischen 2009 und 2019?

Anger-Crottendorf wächst, wird jünger und autoärmer

In den vergangenen zehn Jahren wuchs die Einwohnerzahl in ganz Leipzig enorm. Die Stadt stand jahrelang deutschlandweit an der Spitze mit einem Nettowachstum von mehr als 10.000 Menschen. Lange Zeit noch verschlafen – in einigen Dingen auch heute noch – wuchs die Einwohneranzahl auch in Anger-Crottendorf. Von 2009 bis 2019 stieg diese um ein gutes Viertel auf jetzt 12.057. Gleichzeitig stiegen auch die Baugenehmigungen für Wohngebäude kontinuierlich. Wurde in den Nullerjahren jedes Jahr nur eine einstellige Anzahl an Wohngebäuden im Stadtteil saniert, stieg diese Zahl in den Zehnerjahren auf eine zweistellige Anzahl jedes Jahr. Inzwischen sind unsanierte und unbewohnte Gebäude in Anger-Crottendorf eine Ausnahme.

Das Durchschnittsalter sank seit 2009 um drei Jahre auf 36,9. Die Jugendquote (Zahl der Einwohner im Alter von unter 15 Jahren zur Zahl der Einwohner im Alter zwischen 15 bis 64 Jahren) sank um ein halbes Prozent auf 18,5%. Aber ebenso sank die Altenquote (Zahl der Einwohner im Alter ab 65 Jahren zur Zahl der Einwohner im Alter zwischen 15 und 64 Jahren). Diese sank sogar stärker als die Jugendquote, von 26,0% auf 17,4%. Die Anzahl der Haushalte wuchs um ein Drittel, die meisten sind 1 Personen-Haushalte (60%).

Liest sich also so, dass ein Großteil junger Menschen dazu gekommen ist, die studieren, lernen oder ihre Karriere in Leipzig starten bzw. fortsetzen. Menschen mit einem strukturierten Alltag und mit gefestigten Bindungen sind auch weniger kriminell. Die Anzahl der Straftaten pro 1.000 Einwohner stieg in den letzten zehn Jahren nur um 7%. Anger-Crottendorf ist also ähnlich kriminell wie 2009, trotz des starken Bevölkerungswachstums. Oder anders ausgedrückt, die „Ureinwohner“ waren damals deutlich krimineller als die heutige Gesellschaft.

Die Anzahl der privaten PKW im Stadtteil stieg in der Zeit um 25% und ist im Stadtvergleich (336 PKW auf 1.000 Einwohner) unterdurchschnittlich (275). Zudem ist Anger-Crottendorf einer von drei Stadtteilen in denen die Anzahl der privaten PKW je 1.000 Einwohner über 18 Jahren von 2018 auf 2019 am stärksten zurückging (-5) – auf 325 private PKW auf 1.000 Einwohner über 18 Jahren.

Hinweis: In der Sommerausgabe des Anger-Crottendorfer Anzeiger findet sich die Zahl, dass „über 70% der Einwohnenden gar kein Auto“ haben. Diese Prozentzahl bezieht sich auf alle Einwohnenden, also auch Kinder. Im Quartalsbericht I/ 2020 gibt es nun eine weitere Spalte in der der Fahrzeugbesatz „je 1.000 Einwohner über 18 Jahren“ ausgewiesen wird. Dort findet sich die Zahl 325 private PKW. Wie man es auch dreht und wendet, die Mehrheit der Menschen in Anger-Crottendorf hat kein Auto und ist trotzdem mobil.

Wie weiter Anger-Crottendorf?

Das Anger-Crottendorf in einer wachsenden Stadt nun auch erwacht ist ein gutes Zeichen. Junge Menschen siedeln im Viertel, wohnen nicht nur für kurze Zeit, sondern leben hier. Mit dem Wachstum in der jungen Kohorte geht aber auch einher, dass diese Familien gründen und Kinder bekommen. Dann braucht es mehr Kitas und Schulen. Da dies lange nicht auf der Agenda der Stadtverwaltung stand, muss nun zügig aufgeholt werden. Und es ist schon viel passiert. Der Campus Ihmelsstraße entsteht und wird sich für vielfältige Aktivitäten im Quartier öffnen. Die Grundschulen sind durchsaniert, aber fast voll (mehr dazu im Artikel „Summer Crottendorf“ in diesem Heft). Die Kita „Sonnenblume“ zieht vorübergehend um. Das marode und in Teilen nicht mehr nutzbare Gebäude wird abgerissen und an selber Stelle neu errichtet.

Das Thema Verkehr wurde – ja, in den letzten dreißig Jahren – völlig vernachlässigt und sich selbst überlassen. Das Ende vom Lied kann erlebt werden auf zugeparkten Gehwegen, Ecken, Grünflächen. Und ein jeder behauptet ein Auto ganz dringend zu brauchen, obwohl eine nicht zu übersehende Anzahl der Fahrzeuge Stehzeuge sind. Ob da ein verbessertes Angebot im öffentlichen Personennahverkehr hilft (die Bahn baut noch bis 2024 an der S-Bahn-Strecke, Bus- und Tramstrecken sind im Gespräch), oder eine echte Förderung von Fuß- und Radverkehr statt noch mehr Parkplätze, sowie ein konsequentes Durchsetzen der gültigen Regeln (StVO), wird die nahe Zukunft zeigen. Denn es wird ernst in einem vollen Stadtteil.

Der aktuelle Anger-Crottendorfer Anzeiger kann unter diesem Link als pdf runtergeladen werden.


Digitale Ausstellung: „Meine Begegnung mit der Isolation"

  • Veröffentlicht: Dienstag, 12. Januar 2021 10:16

Im aktuellen Anger-Crottendorfer Anzeiger (ACA) berichtete Kerstin Köppen über die Ausstellung „Meine Begegnung mit der Isolation“. Im Rahmen des Ostlichter-Stadtteilkulturfestivals 2020 konnten die Objekte in Texten und Bildern über die Zeit der Quarantäne im Leipziger Osten im blauen Sand | Raum für Gemischtes, Trinitatisstraße 9 angeschaut werden.
Die Pandemie macht es nun möglich, wer die von Bea Nielsen kuratierte und initierte Kunst verpasst hat, kann diese nun noch einmal in einer digitalen Ausstellung bewundern.

Alle Texte und bildnerische Arbeiten werden exklusiv auf der Homepage von Bea Nielsen präsentiert. Unter https://beanielsen.com/das-konzept/ kann dort außerdem gesprochene lyrische Texte angehört werden. Darüber hinaus gibt es Bewegendes über die Isolationszeit der verschiedenen Ausstellenden aus unterschiedlichen Hintergründen und Lebensaltern im ersten Lockdown. Vor allem sei hier auf die Gespräche mit Seniorinnen und einem Mitarbeiter des Seniorenbüros „Inge&Walter“ hingewiesen!

Der Text zur Finissage der Ausstellung im Oktober aus dem ACA stellen wir hier noch einmal ein. Der aktuelle Anger-Crottendorfer Anzeiger kann unter diesem Link als pdf runtergeladen werden.

Ausstellung: „Meine Begegnung mit der Isolation"

Die Ausstellung "Meine Begegnung mit der Isolation" im blauen Sand | Raum für Gemischtes ist mit einer gelungenen Finissage zu Ende gegangen. Die Ausstellung, kuratiert und initiiert von Bea Nielson lief im Rahmen des Ostlichter Festivals vom 17.09. - 08.10. 2020 in Anger-Crottendorf.

Die Lesung startete leicht verzögert, nachdem die Reihen sich etwas verspätet dann doch coronalike gut gefüllt hatten. Dort sorgte der begabte Zeilenschreiber Felix E. Farwick für ein besonders vergnügliches und inspirierendes Hörerlebnis. Das Warten hatte sich absolut gelohnt. Merci dafür, Felix! Schön war es auch, dass einige, die sich bis dato die Ausstellung noch nicht ansehen konnten, die Einladung zum letztmaligen Rundgang gerne annahmen.

Zum Hergang: Zunächst wurde ein Open Call (Auschreibung) zur Ausstellung mit folgendem Text von Bea Nielsen ins Leben gerufen: "Das Leben im Osten von Leipzig ist inter- und subkulturell, liebenswert chaotisch und nachbarschaftlich – mit einem Wort: bunt. Es ist aber auch arm, beengt und einsam. Leben hier ist genauso Hundekacke, Zerfall und Sanierung, echte Solidarität und wird immer teurer.

So unterschiedlich die Lebensentwürfe und -bedingungen der Menschen, so verschieden ihre Wahrnehmung der Isolation in der Zeit der Quarantäne: Während es für die einen Zeit zum Besinnen, Zusammenrücken in der Familie oder WG und den Glauben an die Chance einer besseren Gesellschaft war, bedrängten andere Existenzängste, lebte mancher in tiefer Einsamkeit und auf engsten Raum. Das Wort Struktur erhielt für alle eine nie gekannte Dimension. Auch Solidarität mit den Geflüchteten auf Lesbos und den Benachteiligten im Viertel wurde groß geschrieben.

Wie haben die hier lebenden Menschen die Zeit der sozialen Distanz empfunden? Was für selbstgemachte Bilder oder Videos, welche Art von gesprochenen oder geschriebene Texten sind entstanden? Wie haben die Nachbar*innen einen kreativen, vielleicht auch politischen Umgang mit der für alle irgendwie krassen Situation gefunden?

Im Rahmen des Ostlichter-Stadtteilkulturfestivals 2020 entstand über diesen Zeitraum im Leipziger Osten eine auf Teilhabe setzende Ausstellung von allen für alle, die eben diese Besonderheiten des Stadtteils sichtbar, hörbar und erlebbar machte.
Eingeladen war jede*r unabhängig von Herkunft, Alter und Geschlecht, der*die im Leipziger Osten lebt oder hier künstlerisch tätig ist. Gefragt waren Medien aller Art sowie Texte, die in der Zeit entstanden sind oder diese reflektieren."

Die Zeit vergeht wie im Fluge und inzwischen wurde der blaue Sand wieder in seinen Ursprungszustand zurückversetzt: Ein Begegnungs- und Workshop-Raum in Anger-Crottendorf. Bea Nielsen und das Team vom blauen Sand schauen mit gutem Gefühl auf das Ausstellungsprojekt zurück, wünschen allen Beteiligten, Interessierten und Gästen viel Inspiration und kreative Schaffenskraft und nicht zuletzt wegen des Themas: Big Gesundheit für jeden.

Als Abrundung im Anschluss der Ausstellung kündigen wir einen kleinen Ausblick diesbezüglich an: Nach dem jetzt offiziellen Ende des Ausstellungsprojektes im Rahmen der Ostlichter wird von Bea Nielsen, der Ausstellungsorganisatorin und Künstlerin, eine digitale Version der Ausstellung angedacht. Was allerdings nur durch Fördermittel umgesetzt werden kann und es ist nicht gesagt, dass diese auch bewilligt werden.

Text und Foto: Kerstin Köppen, blauer Sand


(K)eine Quartiers-Garage für Anger-Crottendorf

  • Veröffentlicht: Dienstag, 05. Januar 2021 16:23

Im aktuellen Anger-Crottendorfer Anzeiger (ACA) berichteten wir über den PARK(ing) Day 2020 und den Wunsch der Anwohnenden nach einer Quartiersgarage. Diese soll bei dem illegalen Parkverhalten auf Gehwegen, Ecken, Kreuzungen im Quartier für Abhilfe sorgen. Infolge dieser Veranstaltung und auf Anregung des Bürgervereins formulierte der Stadtbezirksbeirat-Ost noch im September 2020 einen wichtigen Antrag. "Der Stadtbezirksbeirat beantragt die Prüfung, auf der Platzfläche zwischen der ehemaligen Feuerwache Ost und der ehemaligen Karl-Krause-Fabrik ein Parkdeck zu errichten" (Vorlage - VII-A-01885).

Nun liegt der Verwaltungsstandpunkt (Vorlage - VII-A-01885-VSP-01) dazu vor und der ist gespickt mit kleinen Informationshäppchen.

Was zu erwarten war, dass der Interimsparkplatz keinen Raum bietet um ein Parkdeck zu errichten. "Die Einrichtung einer Quartiersgarage auf dem Platz vor der Feuerwache Ost ist (...) räumlich nicht möglich. Die aktuell markierten ebenerdigen Stellplätze in der Platzmitte werden von befahrbaren Verkehrsflächen umschlossen und können so jeweils direkt von diesen aus angefahren werden. Bei Errichtung eines mehrgeschossigen Parkdecks müssen dagegen zusätzliche Rampen und Fahrgassen innerhalb des Parkdecks vorgesehen werden, die einen deutlich größeren Flächenbedarf produzieren, der auf diesem Platz nicht gegeben ist."

Im nächsten Satz wird klar, dass die Autofahrenden und Parkplatzsuchenden - wie auch schon im ACA beschrieben - selbst in der Verantwortung sind. "Generell ist zudem davon auszugehen, dass die Stadt Leipzig keine Quartiersgaragen in städtischer Verantwortung baut und betreibt."

Also bleibt alles so wie es ist? Nicht ganz! Denn im Wichtigen Antrag hatte der Stadtbezirksbeirat-Ost die Verwaltung verpflichtet sich mit dem Parkproblem in Anger-Crottendorf weiterhin zu beschäftigen. "Sollte das Prüfergebnis negativ ausfallen, prüft die Stadtverwaltung bis zum Ende des ersten Quartals 2021 Alternativen und stellt dann drei Möglichkeiten vor, das illegale Parken auf Gehwegen, Ecken, Kreuzungen im Viertel zu verhindern/ unterbinden."

Die Verwaltung wird dem nachkommen, verschiebt aber den Abgabetermin um drei Monate. "Auf Grund des negativen Prüfergebnisses zur Einrichtung einer Quartiersgarage durch die Stadt wird geprüft, ob die Parkordnung im Quartier weiter angepasst werden kann, um die Flächen für parkende Kfz effizienter zu nutzen. Ergebnisse zu den Untersuchungen sollen bis Ende des 2. Quartals 2021 vorliegen und können danach vorgestellt werden. Sollte es zur Umsetzung einer neuen Parkordnung im Quartier kommen, wird die Einhaltung in die Überwachung des ruhenden Verkehrs einbezogen. Eine bauliche Umgestaltung der Straßen ist nicht vorgesehen."

Nun weiß der Bürgerverein aus vorangegangener Korrespondenz und Einwohneranfragen an den Stadtrat: "Die Möglichkeiten zu Schaffung legaler Parkmöglichkeiten sind erschöpft" (Vorlage - VII-EF-00896-AW-01). Was die Verwaltung mit "effizienter zu nutzen" meint, bleibt bis zum Sommer noch ihr Geheimnis. Der Bürgerverein findet es allerdings wichtig, dass "die Überwachung des ruhenden Verkehrs" nicht nur an eine eventuelle "neue Parkordnung im Quartier" gebunden wird.

Das letzte Häppchen des Verwaltungsstandpunktes zur Quartiersgarage betrifft die Zukunft des Ortes auf dem sich heute noch der Interimsparkplatz befindet. Dieser soll umgestaltet werden als Weg zum Parkbogen. Außerdem soll er eine Haltestelle für den öffentlichen Personennahverkehr bekommen – übrigens eine Forderung des Bürgervereins der allerersten Stunde. Und diese Haltestelle wird dann ab dem Schuljahr 2026/27 den Grundschulstandort erschließen, der auf dem Gelände des Garagenhofes Bahndamm Anger-Crottendorf e.V. entstehen soll. Wir hatten dazu auch schon im aktuellen ACA berichtet. „Im Zusammenhang mit der Planung eines neuen Schulstandortes für eine Grundschule sowie der Planung und Realisierung des Bauvorhabens Parkbogen-Ost, ist ein Wettbewerb zur Gestaltung des Platzes in der Theodor-Neubauer-Straße vor der Feuerwache Ost bereits in Vorbereitung und soll zeitnah starten. Zudem gibt es Planungen der Leipziger Verkehrsbetriebe, dort vor der Inbetriebnahme des Schulstandortes eine neue ÖPNV-Haltestelle bzw. Linienanbindung zu schaffen.“

Mit dem Spatenstich für die Grundschule und dem Abriss der Garagen ergießen sich dann spätestens im Jahr 2024 noch einmal ca. 170 Fahrzeuge ins Viertel. Zeit also, dass die Verwaltung Lösungen anbietet.

Der aktuelle Anger-Crottendorfer Anzeiger (ACA) kann unter diesem Link als pdf runtergeladen werden.


Mehr Platz für Menschen, anstatt für Autos!

  • Veröffentlicht: Montag, 21. September 2020 13:40

Das war der PARK(ing) Day 2020 Anger-Crottendorf im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche:

viel Zuspruch, gute Gespräche, anregende Diskussionen, erklärende Worte zur Situation von allen Seiten, lecker Kuchen mit Kaffee aus Fairem Handel, Musik und ausgelassen spielende Kinder

Am vergangenen Freitag konnten alle einmal erleben, wie stark parkende Autos den öffentlichen Raum in unserer Stadt dominieren, in dem diese einfach mal nicht mehr da waren. Schon war Platz für Menschen im nördlichen Teil der Neumannstraße. Und die nutzten die Zeit und den Raum. Der Bürgerverein Anger-Crottendorf e.V. präsentierte seine Vorstellungen zum „Superblock“ und informierte über den Stand der Mobilitätsstrategie 2030 der Stadtverwaltung und welche Auswirkungen diese auf den Stadtteil haben wird. 

Dazu gab es interessante Gespräche über eigene Autos ohne Nutzen, Car- und Bike-Sharing-Angebote, Home-Office – also all das, was nach Meinung der hartleibigen Granden in Wirtschaft und Politik überhaupt nicht geht, spätestens die Pandemie aber gezeigt hat, dass dies sehr wohl möglich ist. Die Menschen sind mit Kopf und Handeln eben schon viel weiter.

Und auch die Vertreter*innen der Stadtverwaltung Leipzig waren dankbar für diese Veranstaltung, weil sie selbst natürlich das Verwaltungshandeln heute und morgen erklären konnten und die Anwohnenden ihnen ein direktes Feedback geben konnten.

Viele Dank an alle, die mit uns den Nachmittag auf der Straße verbracht haben – ganz besonders sei gedankt Christoph Waack (Radverkehrsbeauftragter, Verkehrs- und Tiefbauamt), Beate Ehms und
Jürgen Kasek (Stadträte), René Zieprich (Amt für Wohnungsbau und Stadterneuerung), Konsum Global Leipzig (Nachhaltiger Warenkorb), Sächsisches Spielezentrum / Ludothek Leipzig (Straßenspielzeug), Wo ist Martin? (Musik)

Auf eine Neues in exakt einem Jahr!


Mehr Parkplätze für besseren Fußverkehr?!

  • Veröffentlicht: Sonntag, 06. September 2020 16:27

„Verkehrte Welt im Stadtteil Anger-Crottendorf“ schrieb eine Lokalzeitung im Juni als die Stadtverwaltung im Quartier Straßenbaumaßnahmen vornahm. Der Bürgerverein sprach sich gegen das Vorhaben aus. Die Stadtverwaltung begründete ihr Tun mit dünnen Worten. Was war passiert?

Straßenausbesserungsmaßnahmen in der Gregor-Fuchs-Straße
Straßenausbesserungsmaßnahmen in der Gregor-Fuchs-Straße

Im Mai standen die Haltverbotsschilder im westlichen Teil der Gregor-Fuchs-Straße und alle wunderten sich: „Was wird hier gebaut?“ Der Bürgerverein sprach wenige Tage später die tätigen Bauarbeiter an und erfuhr, dass der alte Radweg zwischen Friedrich-Dittes- und Sellerhäuser Straße beseitigt und so verändert werden soll, dass darauf geparkt werden kann. Zudem soll die Straßendecke erneuert und ebenso auf der in Fahrtrichtung linken Straßenseite ein Parken ermöglicht werden (Parkordnung ähnlich der in der Theodor-Neubauer-Straße zwischen Wichernstraße und Saarländerstraße).

Der Bürgerverein war völlig überrumpelt. Das Baugeschehen widerspricht allem, wofür die letzten Jahre gearbeitet wurde – eine Förderung von Fuß- und Rad- und öffentlichen Verkehr, mehr Platz für Menschen die hier leben und mehr Wohn- und Aufenthaltsqualität. Der Bürgerverein schrieb eine Stellungnahme.

Die Leipziger Volkszeitung griff diese auf und veröffentlichte einen ihr typischen autofreundlichen Artikel beginnend mit den oben erwähnten Worten. Der Autor – Andreas Tappert – konnte (wieder einmal) nicht verstehen, dass es in dieser Stadt Menschen gibt, die es satt haben, ihr Leben um anderer Leute Autos herum gestalten zu müssen und dies auch laut artikulieren. Steckt nicht nur er noch tief in der Denke der letzten 30 Jahre – Auto first! Aber die Zeiten ändern sich. In Anger-Crottendorf haben über 70% der Einwohnenden gar kein Auto (laut Ortsteilkatalog 2018) und das Ergebnis der Kommunalwahl im Mai 2019 wies klar die Richtung, in welche es zukünftig gehen wird. Das mag Herrn Tappert und einigen anderen nicht gefallen, der Mehrheit allerdings schon.

 Aus dem ehemaligen Radweg wird Parkfläche
Aus dem ehemaligen Radweg wird Parkfläche

Die Stellungnahme war nur der erste Schritt, um auch der Stadtverwaltung klarzumachen, dass es im Quartier Widerspruch für diese überkommene Politik geben wird. Es folgte ein Telefonat mit dem Bezirksstellenleiter im Verkehrs- und Tiefbauamt (VTA) sowie ein Fragenkatalog, der über den Stadtbezirksbeirat-Ost und den Fachausschuss Stadtentwicklung und Bau an die Verwaltung herangetragen wurde. Interessant: Die Aussagen am Telefon (vom 14. Mai) widersprachen in Teilen den verschriftlichten Antworten (vom 18. Juni). Alle Antworten unseres Fragenkataloges sind weiter unten nachzulesen.

Auf zwei Antworten wollen wir hier genauer eingehen, hier die erste:
„Im genannten Gebiet besteht ein hoher Parkdruck. Die Kraftfahrzeuge werden teilweise auf den vorhandenen Gehwegen geparkt, wodurch die ordnungsgemäße Nutzung durch Fußgänger erschwert wird und die Fußwegflächen beschädigt werden.
Mit der Baumaßnahme in der Gregor-Fuchs-Straße bietet sich die Möglichkeit, auch hier Parkmöglichkeiten für die Anwohner anzubieten. Das eigentliche Ziel ist es aber nicht, damit den Kfz- Verkehr zu fördern, sondern einen Beitrag zur Verbesserung der Verkehrssicherheit der Fußgänger zu leisten.“

Zu Fuß geht es hier nicht weiter
Zu Fuß geht es hier nicht weiter

Eine Binsenweisheit unter Verkehrsplanenden auf der ganzen Welt besagt: „Die Verkehrsmittelwahl wird dadurch beeinflusst, welche Infrastruktur zur Verfügung steht. Einfach gesagt: Wer Infrastruktur sät, wird entsprechende Nachfrage ernten. Wenn ich breite Straßen baue, kriege ich viel Autoverkehr.“ Das weiß Felix Weisbrich, Leiter des Straßen- und Grünflächenamtes von Berlin Friedrichshain-Kreuzberg, so gelesen in einem Interview bei spiegel.de. Diese Kausalität scheint sich in Leipzig noch nicht herumgesprochen zu haben – oder hat Leipzig gar keine Verkehrsplanende und es fällt alles einfach so vom Himmel?

Die zweite Antwort, auf die wir hier genauer eingehen wollen:
„Für das Stadtgebiet Anger-Crottendorf liegen derzeit keine Untersuchungen über die Parkraumbewirtschaftung oder ein Parkraumkonzept vor. Insofern kann [über zukünftige Entwicklungen des Stadtteils] keine Prognose abgegeben werden.“

Grundlage eines jeden Handelns sollte doch eigentlich eine genaue Analyse sein. Diese scheint hier aber „nicht vorzuliegen“. Statt dessen wird munter drauf los gebaut. So wie die letzten dreißig Jahre gebaut wurde, so kann das doch heute nicht falsch sein. Doch es ist falsch! Die Medizin wirkt nicht mehr. Denn diese alten, verkrusteten Denk- und Handlungsweisen sind nicht zukunftstauglich.

Die Stadtverwaltung täte gut daran, sich mit den Befindlichkeiten ihrer Stadtteile zu beschäftigen, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen und das zu tun, was akut notwendig ist aber immer mit Blick darauf, dass das in Zukunft auch noch funktioniert. Für diese Kommunikation sind Gremien wie der Stadtbezirksbeirat (er berät, wie der Name schon sagt) oder auch der Bürgerverein da. Das sind die Institutionen an der Basis. Die kennen sich dort aus.

Die Baumaßnahme im Mai soll allerdings nur der Anfang sein. Im Telefonat mit dem Bezirksstellenleiter des VTA erfuhr der Bürgerverein, dass im Herbst der nördliche Teil der Gregor-Fuchs-Straße „angefasst“ wird. Auch der nördliche Teil der Neumannstraße und die östliche Stünzer Straße bekommen eine neue Asphaltdecke. Nebenbei bemerkt: Bis zum Redaktionsschluss fehlten immer noch die Verkehrsschilder [Verkehrszeichen 315], die ein Beparken des alten Radweges erlauben. Aus eigener Erfahrung dauert das Aufstellung immobiler Schilder in Leipzig ca. 11 Monate.

Sicherer Radverkehr geht anders
Sicherer Radverkehr geht anders

All das kostet Geld. Die Verfestigung des ehemaligen Radweges alleine steht mit 21.500 Euro in den Büchern, über die Höhe der anderen Kosten schweigt sich das Amt noch aus. Und all das ist nichts anderes als Auto-Förderung. Und wer Autoinfrastruktur fördert, wird auch Autoverkehr ernten. Eine neue Asphaltdecke fördert keine Zufußgehenden. Breite Gehwege mit Nutzung des ehemaligen Radweges und Barrierefrei täten dies allerdings schon. Oder der Einbau von Gehwegnasen. Gehwegnasen verkürzen Fußgängern den Übergang zur anderen Straßenseite und verbessern die Sichtverhältnisse in Kreuzungsbereichen. Eine derart baulich verengte Straße kann dazu führen, den Autoverkehr zu verlangsamen – auch dies trägt zur Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer bei. Fünf Gehwegnasen, z.B. in der Stünzer- Ecke Sellerhäuser Straße waren geplant. Diese wird es aber in der Menge nicht geben. „Zu hohe Preise der ausführenden Baufirmen dafür“, erfuhr der Bürgerverein kürzlich auf telefonische Nachfrage von anderer Stelle aus dem Verkehrs- und Tiefbauamt. Bis Ende vergangenen Jahres stand der Verein diesbezüglich noch im engen, sehr positiven Kontakt mit der Behörde.

Es ist ein Trauerspiel mit dieser Stadtverwaltung. Aber es gibt Hoffnung. Der neue Beigeordnete für Stadtentwicklung und Bau Thomas Dienberg wird ab September sicher einiges wegschaffen, was seine Vorgängerin liegengelassen hat. Der Stadtrat macht die Verwaltung immer öfter auf ihre eigentlichen Aufgaben aufmerksam und ergänzt deren Vorlagen gern auch um Punkte, die zu kurz kommen. Im aktuellen Stadtrat gibt es zudem eine progressive Mehrheit mit klarem Fokus auf die Zukunft. Die Zeichen der Zeit muss nun auch die Verwaltung erkennen. Da reicht der Blick in das vom Stadtrat 2018 beschlossene "Nachhaltigkeitsszenario" für das "Mobilitätskonzept 2030" der Stadt und die Schlussfolgerungen aus dem 2019 beschlossenen "Klimanotstand". Dann wird klar, was Frank Willberg in der Leipziger Zeitung (Ausgabe 81) wie folgt sehr schön beschreibt: „Eine Planung aus Sicht des Autoverkehrs wäre demnach nur noch angemessen, wenn sie seine Verringerung zum Ziel hat.“

Und der Bürgerverein lässt sich nicht entmutigen, wird weiter laut sein und der Stadtverwaltung auch weiterhin immer gern zuarbeiten.

Lese-Tipp:
„Öffentliche Räume müssen wieder zum Wohnzimmer werden!“
Das Interview mit dem Fußverkehrsverantwortlichen der Stadt Leipzig Friedemann Goerl in der Leipziger Zeitung (Ausgabe 81 [31.07.2020]) oder online hier verlinkt.

Update 1:
Der Bürgerverein hat in der Zwischenzeit beim Bezirksstellenleiter im Verkehrs- und Tiefbauamt noch einmal nach konkreten Zeiträumen der anstehenden Baumaßnahmen nachgefragt. Folgende Antwort erhielten wir am 9. September.

Derzeit sind entgegen früherer Auskünfte keine weiteren Maßnahmen geplant. Im Vorfeld von Deckensanierungen werden immer die Leitungsträger angefragt, um bauliche Eingriffe nach der Sanierung zu verhindern. Durch die Stadtwerke wurde im Frühjahr die Absicht schriftlich dargelegt, an den Häusern in der Neumannstraße und Stünzer Straße den Anschluss an das Fernwärmenetz zu prüfen. Bei entsprechendem Bedarf würden Tief- und Anschlussarbeiten im kommenden Jahr geplant.

Daraufhin wurde die weitere Deckensanierung verschoben, da der Umfang der dann notwendigen Arbeiten durch die Stadtwerke nicht bekannt ist. Wir werden Anfang des kommenden Jahres den Stand der Planung nachfragen und danach unsere weiteren Reparaturarbeiten in diesem Gebiet ausrichten.

Update 2:
Der im Text erwähnte Fragenkatalog des Bürgervereins an die Stadtverwaltung bezüglich der Baumaßnahmen in der Gregor-Fuchs-Straße:

Der Fragenkatalog und die Antworten der Stadtverwaltung

1. Wie kam es zu dieser Baumaßnahme? Wer/welches Amt hat ab wann mit wem (Amt) darüber konferiert? Wer hat am Ende beschlossen, dass die Baumaßnahme so durchgeführt wird?

Im Rahmen der turnusmäßigen Straßenkontrollen wurde der sich stetig verschlechternde Zustand der Fahrbahn sowie des ehemaligen Radweges festgestellt. Es lagen dem Verkehrs- und Tiefbauamt auch Bürgerhinweise zum Zustand der Gregor-Fuchs-Straße und dem ehemaligen Radweg vor. Zudem wurde der nicht ausgewiesene und auch nicht benutzungspflichtige Radweg entlang der Gregor-Fuchs-Straße nur selten genutzt. Der gesamte Bereich ist Bestandteil einer Tempo 30 Zone. Radwege sind hier weder erforderlich, noch erhöhen sie die Verkehrssicherheit oder den Komfort. Deshalb sind in Wohngebieten mit Tempo-30-Zonen keine Radwege ausgeschildert bzw. angelegt. Die hier noch aus der Entstehungszeit des Wohngebietes vorhandene Altanlage entsprach auch nicht den aktuellen Erfordernissen.
Daher wurde entschieden, die Fläche des nicht mehr ausgewiesenen Radweges gemeinsam mit der Fahrbahn im Rahmen der laufenden Straßenunterhaltung instand zu setzen. Dabei wurde zunächst der Belag des ehemaligen Radweges im Bereich zwischen der Friedrich-Dittes- Straße und Sellerhäuser Straße erneuert. Ein grundhafter Ausbau erfolgte nicht. Zudem sollte die Fahrbahn der Gregor-Fuchs- Straße mit einer neuen Deckschicht versehen werden.

2. Warum wurde im Findungsprozess die lokalen Gremien (Bürgerverein Anger-Crottendorf e.V., Stadtbezirksbeirat Leipzig-Ost) nicht mit einbezogen?

Die Arbeiten erfolgten im Rahmen der laufenden Straßenunterhaltung zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit.
Es gab keinen grundlegenden Eingriff in die Verteilung des vorhandenen Verkehrsraumes, deshalb wurde keine Anhörung hierzu durchgeführt.

3. Auf einer Einwohneranfrage an den Stadtrat im Februar 2020 (VII-EF-00896-AW-01) antwortete der Beigeordnete und Bürgermeister Heiko Rosenthal wie folgt: „(...) Sofortmaßnahmen in verkehrsorganisatorischer Hinsicht wurden bereits in den vergangenen Jahren realisiert, zum Beispiel die Parkordnung im Bereich der ehemaligen Feuerwache Ost. Die Möglichkeiten zu Schaffung legaler Parkmöglichkeiten sind erschöpft.“
Wie kam es zu dieser Antwort des Beigeordneten und Bürgermeisters und wieso stellt sich die Situation vor Ort drei Monate später ganz anders dar?

Verkehrsorganisatorische Maßnahmen waren in diesem Bereich nicht geplant. Vielmehr erfolgte auf Grundlage der turnusmäßigen Straßenkontrolle und von Bürgerhinweisen die Einordnung der Unterhaltungsarbeiten in diesem Bereich.

4. Welche Kosten sind durch diese Baumaßnahme verbunden? Aus welchen Töpfen kommen die Mittel?

Die Finanzierung der Instandsetzungsmaßnahmen erfolgt aus dem Budget der Straßenunterhaltung. Die Kosten für die Instandsetzung der Fläche des ehemaligen Radweges betragen 21.500 Euro.

5. Wie beurteilt die Stadtverwaltung die Situation in Anger-Crottendorf (Nord, zwischen Zweinaundorfer-, Bernhardstraße und Kleingartenpark) bezüglich der Belegung des öffentlichen Raumes mit MIV (fließend wie ruhend)?

Im genannten Gebiet besteht ein hoher Parkdruck. Die Kraftfahrzeuge werden teilweise auf den vorhandenen Gehwegen geparkt, wodurch die ordnungsgemäße Nutzung durch Fußgänger erschwert wird und die Fußwegflächen beschädigt werden.
Mit der Baumaßnahme in der Gregor-Fuchs-Straße bietet sich die Möglichkeit, auch hier Parkmöglichkeiten für die Anwohner anzubieten. Das eigentliche Ziel ist es aber nicht, damit den Kfz- Verkehr zu fördern, sondern einen Beitrag zur Verbesserung der Verkehrssicherheit der Fußgänger zu leisten.

6. Wie schätzt die Stadtverwaltung ein, wird sich diese Situation im Viertel entwickeln - in einem Jahr, in drei Jahren?

Für das Stadtgebiet Anger-Crottendorf liegen derzeit keine Untersuchungen über die Parkraumbewirtschaftung oder ein Parkraumkonzept vor. Insofern kann hierzu keine Prognose abgegeben werden.

7. Wie schätzt die Stadtverwaltung ein, wird sich diese Baumaßnahme auf die Frage / Antwort 5 und Frage / Antwort 6 beschriebene Situation zukünftig auswirken?

Die Maßnahme wurde im Rahmen der Straßenunterhaltung zum Erhalt der Verkehrsflächen sowie zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit durchgeführt. Als Synergieeffekt soll die Verkehrssicherheit der Fußgänger erhöht werden, indem das regelwidrige Parken zumindest teilweise reduziert werden kann. Die Maßnahme hat keinen Einfluss auf den fließenden Verkehr.

8. Wie schätzt die Stadtverwaltung eine zukünftige Entwicklung im Viertel ein, hätte sie im Mai 2020 nicht den MIV gefördert, sondern in eine vernünftige Radinfrastruktur und/ oder ÖPNV-Infrastruktur (wie in der Fortschreibung Nahverkehrsplan aufgenommen) investiert?

Die Maßnahmen hat keinen Einfluss auf die verkehrliche Entwicklung des Viertels. Es handelt sich um Maßnahmen der laufenden Straßenunterhaltung, die vorrangig der Verkehrssicherheit und dem Erhalt der Substanz der Straße dienen. Es wurden Mittel im Rahmen der laufenden Straßenunterhaltung verwendet, ein Neubau oder grundhafter Ausbau erfolgte nicht. Die eingesetzten Mittel aus dem Ergebnishaushalt sind zweckgebunden in die Straßenunterhaltung einzusetzen.

9. Gefährdet die Baumaßnahme eine in der Fortschreibung des Nahverkehrsplanes zu prüfenden Bus-Route durch die Gregor-Fuchs-Straße?

Die Instandsetzungsmaßnahme hat keinen Einfluss auf die in der Fortschreibung des Nahverkehrsplanes zu prüfenden Bus-Route durch die Gregor-Fuchs-Straße. Sie steht der Entwicklung einer künftigen ÖPNV-Erschließung auf keinen Fall entgegen.

10. Wie ordnet sich die Baumaßnahme ein in den vom Stadtrat beschlossenen „Klimanotstand“ und der vom OBM ausgerufenen „Verkehrswende“?

Die Baumaßnahme wurde im Rahmen der Unterhaltung durchgeführt. Eine Neuversiegelung von Flächen o. ä. fand nicht statt. Die Arbeiten führen ebenfalls nicht zu einer Erhöhung des MIV in diesem Bereich.


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